Ego is a demanding machine

​We look to everything in life to make us happy, not realizing that happiness is actually at our very core. It’s natural to our being. There’s no way to become happy. We simply need to stop doing the things that make us unhappy. One of the ways that we make ourselves tremendously unhappy is through making demands of ourselves and each other.

Is this really an expression of love? Is this ultimately what we want? Do we really want everyone around us to be changing to make us happy? Do we really want to be that kind of a tyrant? Does that really speak to our deepest heart, to the love that we all have inside?
Adyashanti, aus „Falling into Grace“

Wir wagten nicht zu träumen

 

Thomas Merton, der Trappistenmönch, fragte während der Apollozeit: „Was erreichen wir durch das Fliegen zum Mond, wenn wir nicht in der Lage sind, die Schlucht zu überqueren, die uns von uns selbst fernhält?“ 

Thomas Merton schrieb auch über Kriege unter Heiligen, und dass „es eine allgegenwärtige Form von Gewalt gibt, welcher der Idealist leicht ausgeliefert ist: Aktivismus und Arbeitsüberlastung. Der Rausch unseres Aktivismus neutralisiert unsere Arbeit für Frieden. Er zerstört unser eigenes, inneres Potenzial für Frieden.“ Allzu oft werden aus unseren Träumen diese aufgespalteten Fixierungen auf eine Zukunft,dadurch wird unsere Fähigkeit zerstört, in unserem heutigen Leben präsent zu sein. Unsere Träume für ein besseres Leben für Menschen der Zukunft oder für Menschen in einem anderen Land entfremden uns von dem wundervollen Menschen, der in diesem Moment neben uns sitzt.

Das ist nur der Preis für den Fortschritt, sagen wir. Du kannst zum Mond fliegen oder ein stabiles Familienleben haben. Aber wir können nicht gleichzeitig in beiden Dimensionen träumen. Wir streben nicht mehr als Stabilität an, wenn es um unser emotionales Leben geht. Weshalb unsere Technologie, um miteinander zu kommunizieren, nach oben geschossen ist, aber unsere Fähigkeit einander zuzuhören und einander zu verstehen, keine Fortschritte gemacht hat. Unser Zugriff auf Informationen ist ins Unermessliche gestiegen, unser Zugriff auf Glück, ist auf Grund gelaufen. Die Idee, dass sich unsere Gegenwart und unsere Zukunft gegenseitig ausschließen, dass wir um unser Potenzial zu erfüllen, unser tiefgründiges Pontezial zu sein aufgeben müssen, dass die Zahl der Transistoren im Schaltkreis verdoppelt werden kann, aber unsere Kapazität für Mitgefühl, Menschlichkeit, Gelassenheit und Liebe irgendwie begrenzt ist, ist eine falsche und erstickende Wahl.

Ich schlage nicht nur die wenig reizvolle Idee einer besseren Work-Life-Balance vor. Was nützt es, wenn ich mehr Zeit mit meinen Kindern zu Hause verbringe, wenn mein Kopf woanders ist? Ich spreche noch nicht einmal von Achtsamkeit. Achtsamkeit ist auf einmal ein Werkzeug geworden, um Produktivität zu steigern.

Ich spreche über das Träumen, mutig im Rahmen unserer selbst, wie wir es in der Industrie und Technologie schon tun. Ich spreche von kühner Authentizität, die es uns erlaubt miteinander zu weinen,eine heroische Bescheidenheit, Masken abzunehmen und wir selbst zu sein. Es ist unsere Unfähigkeit zusammen zu sein, unsere Angst miteinander zu weinen, die so viele Probleme hervorruft, die wir verzweifelt zu lösen versuchen, beim Reformstau angefangen bis zur wirtschaftlichen Unmenschlichkeit.

Ich spreche von der Epoche B, wie Jonas Salk sie nannte. Eine neue Epoche, in der wir genauso begeistert, neugierig und wissenschaftlich über die Entwicklung unserer Menschheit sein werden, wie über die Entwicklung unserer Technologie.

Wir sollten vor dieser Möglichkeit nicht zurückschrecken, nur weil wir sie nicht wirklich verstehen. Es gab eine Zeit, in der wir den Weltraum nicht verstanden. Oder da wir mehr an Technologie und Aktivismus gewöhnt sind. Das ist die Definition in einer Komfortzone festzusitzen. Heutzutage stellen wir uns leicht undenkbare technische Erfolge vor. Im Jahr 2016 ist es die Dimension wir selbst zu sein, die nach ihrem fairen Anteil unserer Vorstellungskraft schreit.

Wir sind jetzt alle hier, um zu träumen, aber wenn wir mal ehrlich sind, folgt jeder von uns seinem eigenen Traum. Man liest Namensschilder, um zu sehen, wer einem mit seinem Traum helfen kann, und sieht manchmal direkt durch einen anderen Menschen hindurch. Mit dir kann ich gerade nichts anfangen, ich habe eine Idee um die Welt zu retten. Stimmts?

Ich denke, wir haben am meisten Angst davor, dass wir keine Möglichkeit bekommen, unser wahres Potenzial zu erfüllen, dass wir zum Träumen geboren sind und dass wir sterben könnten ohne jemals die Chance gehabt zu haben.

Stellen Sie sich eine Welt vor, in der wir einfach diese tiefe, existenzielle Angst in einander erkennen und uns gegenseitig mutig lieben, denn wir wissen, dass diese Angst ein Teil unserer menschlichen Existenz ist. Es ist an der Zeit, dass wir gleichzeitig in verschiedenen Dimensionen träumen, und da wo es all die erstaunlichen Dinge übersteigt, die wir tun können und tun müssen, liegt das Gebiet der unglaublichen Dinge, die wir sein könnten.

 

Komplettes Transkript

 

Samstag

Der enge Himmel glänzt
metallisch grau

Pfützen auf Beton spiegeln
den uninspirierten Samstag

nichts wofür
es sich zu kämpfen lohnte

nichts wofür
Begeisterung möglich wäre

nichts wohin
sich flüchten ließe

keine Sucht in Sicht

mein Herz ist
eine erschöpfte Betonpfütze

April in Paris

Dein Atem ging ruhiger und ruhiger
ich hielt deine Hand

als Ella ihr Solo sang
kam ein letztes Mal Farbe
in dein Gesicht

mit einem leisen Schnaufer
verabschiedetest Du dich
von dieser Welt
wie ein Blatt in Herbst
zu Boden fällt

ganz leicht
ganz natürlich
nach langem Welken

ich denk an dich
lieber Papa

Auf dem Hügel

Auf dem Hügel
mit Blick auf die Stadt
saß ich als Student
jung, der Vergangenheit entflohen
tastend nach dem eigenen Leben
zarte Öffnung
voller wunderbarer Absonderlichkeiten

Dann KAM das Leben
Aufgaben Pflichten To Do Listen
wie gut wie wichtig wie erfüllend

und doch sitzt er da immer noch
auf der Bank am Hügel
der versonnene Student
mit seinen Gedichten
und verrückten Gedanken

und wartet dass ich endlich zurückkomme
zum fool on the hill